Finanzierung
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Bootstrapping
"Bootstrapping" bedeutet, das Startup ohne Fremdfinanzierung, aus eigener Kraft, also zB. aus sofortigen Einnahmen oder auch einer Consulting-Schiene zu finanzieren.
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Seed Financing
Wozu
- "Nothing kills startups like distractions. The worst type are those that pay money: day jobs, consulting, profitable side-projects. The startup may have more long-term potential, but you'll always interrupt working on it to answer calls from people paying you now. Paradoxically, fundraising is this type of distraction, so try to minimize that too." (Paul Graham)
Damit man sich ganz auf die Produktentwicklung konzentrieren kann, sollte Startfinanzierung arrangiert werden -- ein Startup zusätzlich zum Brotjob zu führen ist fast nicht machbar, und Finanzierung durch Kundenprojekte lenkt oft mehr und länger ab, als man sich erwartet.
Ideal ist es natürlich, wenn das Produkt sofort Geld abwirft, aber nicht für jede Idee passt dieses Modell: Kein kostenloses Angebot zu haben schränkt die virale Verbreitung und das Wachstum natürlich stark ein.
In frühen Phasen bewerten die meisten Investoren das Team stärker als die Produktidee oder die Marktchancen.
Ein Investment bedeutet in der Regel eine finanzielle Bewertung der Firma. Je früher die Phase, desto schwerer ist diese natürlich abzuschätzen. Ganz grob verallgemeinert bewegt sie sich für ein Webstartup irgendwo im sechs- oder siebenstelligen Bereich. In Amerika gibt es auch die Praxis der convertible notes, wo ein Business Angel sofort Geld zuschießt, dafür aber erst bei der nächsten Investmentrunde dafür Anteile erhält (mit einem vorab ausgemachten Bonus od. einer Deckelung).
TODO pre & post money erklären
Woher
TODO: Friends, family & fools...
Förderungen
In Österreich sind Förderungen die verfügbarste Form: Je nach Programm leisten sie einen Zuschuss von bis zu 70% der Projektkosten aus Steuergeldern oder Haftungen bis 80% der AWS.
Auch wenn's klappt, vergeht zwischen Antrag und Überweisung allerdings schnell mal ein halbes Jahr, und der Aufwand eines Antrags ist nicht zu unterschätzen. Förderungen sind für KMU (weniger skalierbare/risikoreiche Unternehmungen) ausgelegt: Es werden detaillierte Angaben und mehrjährige Projektionen verlangt, die sich oft nur schwer mit iterativen Lean Startup-Prozessen vereinbaren lassen (sie motivieren dann dazu, sich an die gemachten/erfundenen Angaben zu halten, statt ständig und flexibel nach Kundenfeedback zu iterieren). Nationale Förderungen sind primär zur Stimulierung der österreichischen Wirtschaft (Schaffung von lokalen Arbeitsplätzen) gedacht: Für manche Startups ist es aber sinnvoller, ins Ausland zu gehen.
Der Eigenanteil (mind. 30%) kann zwar durch eigene Arbeit ("In-kind-Leistung") inhaltlich ergänzt werden: Man kalkuliert im Antrag branchentypische Gehälter für die Mitgründer, zahlt sich aber nur einen Teil davon aus und verrechnet die Differenz als eigenen Beitrag, als Basis für einen anrechnebaren Eigenanteil gilt jdoch nur tatsächlich, zahlungswirksam eingebrachte Liquidität (Cash Einlage). In-kind-Leistungen sind quasi das Commitment der Gründer, jedoch nicht als risikotragendes Eigenkapital zu rechnen (sonst würde ein Gründer umso mehr Eigenanteil in der Bilanz stehen haben, desto mehr Ressourcen er zuvor hineinrechnet - wäre beliebig auflähbar und hätte null Kapitaleffekt - sprich null Bonitätszuwachs - also ein reiner Schein-Eigenateil)
Accelerators
Internationale Seed Accelerators (in Europa in erster Linie Seedcamp) können auch zum Startkapital beitragen, sind darüber hinaus aber vor allem wegen der Vernetzung mit Venture-Kapital-Gebern und Business Angels interessant.
Der Einreichprozess ist in der Regel einfacher (bzw. mehr auf Webstartups ausgelegt) als bei Förderungen – man sollte aber mindestens schon einen Prototypen des Produkts herzeigen können.
Neben konkreten Intros (Vorstellungen) zu Investoren gibt einem ein namhaftes Accelerator-Programm auch einen großen Imagevorteil.
Weitere Quellen
Business Angels, also Privatinvestoren (oft selbst erfolgreiche Gründer, die nicht nur mit Geld, sondern auch mit Rat und Tat zur Seite stehen), sind in Österreich zumindest im Internetsektor rar. Über i2 - Die Börse für Business Angels der AWS (einmalige i2 Listungsgebühr 390 EUR) werden laut Eigenangabe seit 2011 wieder verstärkt Projekte aus den Branchen IKT, Mobile und Software an Privatinvestoren angeboten und erfolgreich vermittelt.
Im Seed-Bereich, eingeschränkt auf Web-Startups, gibt es mit SpeedInvest in Österreich derzeit einen einzigen institutionellen Investor, der also das Geld Dritter investiert.
Die AWS erweitert ab 2012 dieses Angbeot an institutionellen Investoren über Ihre Venture Capital Initiative. Durch diese Eigenkapital Initative der AWS werden mehrere neue Start up Fonds (Business Angel Fonds) mit unterschiedlichen Brachen-Schwerpunkten co-finanziert.
Eine Alternative ist, im Ausland zu suchen. Investoren aus dem nicht-deutschsprachigen Raum sind an österreichischen GmbHs selten interessiert, eine UK Ltd ist da weitaus attraktiver – siehe Geschäftsformen.
Vereinzelt bieten diverse Wettbewerbe Preisgelder.
Series A
- "Investmentsuche zu früh gestartet ist nichts als verbrannte Zeit. Meetings bei großen VCs kriegt man schneller als man glaubt, wenn das Netzwerk mal stimmt. Denn Investoren wollen so früh wie möglich investieren, aber keine Sekunde früher – und so früh wie möglich, ist immer später als man glaubt." (Andreas Klinger, Lookk)
TODO: sagen nie "Nein"... etc.
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